Warum Gold?

„Geld ist Gold, und nichts anderes.“

J. P. Morgan vor dem US-Kongress, 19. Dezember 1912

Alles andere ist Kredit, also ein Versprechen.

Gold bringt keine Zinsen und verspricht niemandem etwas. Gerade deshalb halten es Notenbanken, Banken und viele Anleger. Dieser Artikel zeigt, warum.

Ihr Kontoguthaben ist ein Versprechen. Und Versprechen werden kleiner.

Eine abgewetzte Geldbörse mit verblassten Geldscheinen neben einem glänzenden Goldbarren auf einem alten Holztisch
Symbolbild (KI-generiert)

Ein Euro auf Ihrem Konto ist eine Forderung an Ihre Bank. Sie bekommen ihn zurück, nur kauft er jedes Jahr etwas weniger. Bei 2 Prozent Inflation halbiert sich die Kaufkraft Ihres Ersparten in rund 35 Jahren, bei 3 Prozent schon in rund 23 Jahren.

Wie schnell das geht, hat 2022 gezeigt: Die Preise stiegen um 6,9 Prozent, Sparkonten brachten im Schnitt 0,1 Prozent Zinsen. Wer 10.000 Euro auf dem Konto hatte, konnte sich ein Jahr später rund 636 Euro weniger dafür kaufen. Trotzdem halten die deutschen Haushalte über 3 Billionen Euro in Bargeld und Einlagen, im Vertrauen darauf, dass Geld sicher ist.

Und selbst wenn der Zins die Inflation einholt, verdient der Staat mit: Bei 3 Prozent Zins und 3 Prozent Inflation bleibt nach Abgeltungsteuer ein realer Verlust von rund 0,8 Prozent pro Jahr.1

Sie zahlen Steuern auf einen Verlust.

Was bleibt von Ihrem Ersparten?

Zeitraum

In 20 Jahren kaufen Ihre 50.000 € nur noch so viel wie heute 33.649 €. Sie verlieren 16.351 € Kaufkraft, ohne einen Euro auszugeben.

Zum Vergleich: Eine Unze Gold kostete Ende 2005 rund 436 Euro, Ende 2015 rund 973 Euro, Ende 2025 rund 3.695 Euro. Vergangene Entwicklung, keine Prognose.

Der größte Feind des Geldes sind Inflation und Steuer. Der größte Freund des Goldes sind Inflation und Steuer.

Goldpreis pro Unze, gemessen in Maß Wiesnbier.

Wie viele Maß Bier bekommen Sie auf dem Oktoberfest für eine Unze Gold? Ende August 2026 kostet die Unze 3.827 Euro, die Maß 15,90 Euro. Das macht 240 Maß, ein neues Allzeithoch.2
Eine Unze Gold in Maß Wiesnbier3
JahrMaßpreisMaß je Unze
20067,50 €63
201610,70 €109
202314,90 €119
202415,30 €148
202515,80 €186
202615,90 €240
Durchschnitt seit 195093

Die Maß kostet heute gut doppelt so viel wie 2006. Für eine Unze Gold bekommen Sie fast viermal so viele.

Grafik: In Gold We Trust-Spezial „Gold/Wiesnbier-Ratio 2026“, S. 4 (Quelle: Reuters Eikon, Statista, In Gold We Trust, MiningVisuals).

Infografik Gold/Wiesnbier-Ratio 1976 bis 2026, vergrößert.

Grafik: In Gold We Trust-Spezial „Gold/Wiesnbier-Ratio 2026“, S. 4 (Quelle: Reuters Eikon, Statista, In Gold We Trust, MiningVisuals).

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Gold ist eine Währung ersten Ranges

Gold ist Geld ohne Schuldner.

Eine antike, abgegriffene Goldmünze und ein geprägter 1-Unzen-Goldbarren von Heraeus nebeneinander auf dunklem Schiefer
Symbolbild (KI-generiert)

Jedes Bankguthaben, jede Anleihe, jedes Zertifikat ist ein Versprechen: Jemand schuldet Ihnen etwas. Goldbesitz ist Vermögen. Es kann nicht ausfallen und nicht beliebig vermehrt werden. Deshalb vertraut ihm das Finanzsystem.

Die Reserve der Notenbanken.

Gold liegt dort, wo Geld gemacht wird: in den Tresoren der Zentralbanken. Die Deutsche Bundesbank hält rund 3.350 Tonnen, die zweitgrößten Goldreserven der Welt. Jährlich in 2022, 2023 und 2024 kauften die Notenbanken weltweit jeweils mehr als 1.000 Tonnen Gold, so viel wie nie zuvor. 2025 waren es mit 863 Tonnen weniger. Weil Gold teurer war, erreichte ihr Kaufwert mit 95,2 Milliarden US-Dollar trotzdem einen neuen Höchststand.3 Gold hat sogar einen eigenen Währungscode: XAU.

Gold ist Geld. Sogar für die Bankenaufsicht.

Basel III ist das Regelwerk, nach dem Banken ihr Risiko bemessen. Dort gilt: Physisches, zugeordnetes Gold hat ein Risikogewicht von 0 Prozent, dieselbe Einstufung, die Bargeld in der Kasse hat.4 Eine Bank muss für Goldbarren im eigenen Tresor kein Eigenkapital vorhalten, anders als für Aktien oder Unternehmenskredite. Genau diese Form von Gold, physisch und zugeordnet, besitzen Sie bei flexgold.

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Viele halten Geld auf dem Konto für sicher. Andere rechnen nach.

Der „In Gold We Trust“-Report von Ronald-Peter Stöferle und Mark Valek erscheint seit 2007 und gehört zu den meistgelesenen Goldstudien der Welt. Ihre These: Hohe Staatsschulden und wiederkehrende Inflationsschübe treiben Anleger und Notenbanken ins Gold und damit den Preis nach oben. Im Report 2020 sahen die Autoren Gold Ende 2030 bei 4.800 US-Dollar, in einem Szenario mit hoher Inflation sogar bei 8.900 Dollar. Die Unze kostete damals rund 1.700 Dollar. Viele belächelten das als utopisch. Das erste Ziel erreichte Gold fünf Jahre vor Plan. Im Januar 2026 stand Gold sogar bei über 5.500 Dollar.3

Und warum jetzt? Im Report 2026 halten die Autoren eine zweite Inflationswelle im Westen für plausibel. Deshalb setzen sie auf das höhere Ziel: 8.900 Dollar bis Ende 2030. Nach dem Rekord im Januar 2026 liegt Gold heute (Stand: Oktober 2026) rund ein Viertel tiefer, bei rund 4.200 Dollar. Das Kursziel der Autoren liegt damit mehr als doppelt so hoch wie der heutige Preis. Wer das Szenario für plausibel hält, kann jetzt günstiger kaufen als zum Jahreshoch im Januar. Und wer den richtigen Moment nicht abpassen will, verteilt seinen Einstieg per Sparplan.

Goldpreis in US-Dollar je Unze an drei Stichtagen und die Prognose für 2030 2020 rund 1.700 Dollar, Januar 2026 rund 5.590 Dollar (Hoch), Oktober 2026 rund 4.200 Dollar. Basisziel 2030 aus dem Report 2020: 4.800 Dollar, erreicht. Ziel 2030 laut Report 2026 (inflationäres Alternativszenario): 8.900 Dollar. IGWT-Ziel 2030 (Inflationsszenario): 8.900 $ Basisziel 4.800 $ erreicht 2020: rund 1.700 $ Januar 2026: rund 5.590 $ (Hoch) Oktober 2026: rund 4.200 $ ≈ 1.700 $ ≈ 5.590 $ ≈ 4.200 $ 2020 Jan. 2026 2030
Goldpreis je Unze in US-Dollar an drei Stichtagen, vereinfacht verbunden, dazu die Ziele des In Gold We Trust-Reports. Vergangene Entwicklung, keine Prognose von Trigonus.

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Und wenn Ihr Geld schon in Aktien liegt?

Dann haben Sie gegen Inflation schon viel richtig gemacht. Aber Aktien fallen in Krisen gemeinsam. 2008 verlor der DAX rund 40 Prozent, Gold legte in Euro zu. 2022 fielen Aktien und Anleihen gleichzeitig, der DAX um rund 12 Prozent, Gold stieg in Euro um rund 6 Prozent.

Deshalb denkt die Wall Street um. In Amerika gilt seit Jahrzehnten das 60/40-Depot als Standard für viele institutionelle Anleger und ausgewogene Mischfonds: 60 Prozent Aktien, 40 Prozent Rentenpapiere, also festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen.5 Im September 2025 schlug Mike Wilson, Chief Investment Officer von Morgan Stanley, stattdessen ein 60/20/20-Depot vor: 60 Prozent Aktien, 20 Prozent Anleihen und 20 Prozent Gold. Gold ist für ihn das „anti-fragile“ Investment.6 Was das bedeutet, zeigt eine einfache Rechnung: Würde nur jeder zwanzigste Dollar des weltweiten Anlagevermögens nach diesem Muster angelegt, müssten über 20.000 Tonnen Gold gekauft werden. Alle Minen der Welt fördern zusammen nur rund 3.700 Tonnen im Jahr.3 Die neue Nachfrage entspräche also mehr als fünf Jahren Weltproduktion.7

Gold ersetzt Ihr Depot nicht. Es ist der Teil Ihres Vermögens, der läuft, wenn der Rest stockt.

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Gold kaufen Sie umsatzsteuerfrei. Gewinne sind nach einem Jahr steuerfrei.

Steuer auf Gewinne: Zinsen und Aktien gegenüber physischen Edelmetallen Bei Zinsen und Aktiengewinnen fällt Abgeltungsteuer an, egal wie lange Sie halten. Bei physischen Edelmetallen im Privatvermögen sind Gewinne nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei. Zinsen, Aktien, Fonds Abgeltungsteuer, egal wie lange Sie halten Physische Edelmetalle Haltedauer unter 1 Jahr: steuerpflichtig ab 1 Jahr: steuerfrei 1 Jahr Haltedauer
Gewinne aus physischen Edelmetallen im Privatvermögen, vereinfachte Darstellung.

Bei Zinsen verdient der Staat immer mit, selbst wenn die Inflation den Ertrag längst aufgezehrt hat. Bei Gold und anderen physischen Edelmetallen nur, wenn Sie innerhalb eines Jahres nach dem Kauf wieder verkaufen. Halten Sie länger, ist Ihr Gewinn im Privatvermögen steuerfrei.8 Der Wertzuwachs gehört dann vollständig Ihnen.

Bei Silber, Platin und Palladium sparen Sie 19 % MwSt. Kaufen Sie Silberbarren in Deutschland, zahlen Sie sofort 19 Prozent Umsatzsteuer. Bei flexgold kaufen Sie umsatzsteuerfrei, solange das Edelmetall im Schweizer Zollfreilager liegt.9 Anlagegold ist in Deutschland wie in der Schweiz ohnehin umsatzsteuerfrei.10

Umsatzsteuer beim Kauf
EdelmetallKauf in Deutschlandflexgold (Zollfreilager)
Anlagegold0 %0 %
Silberbarren19 %0 %
Platin, Palladium19 %0 %

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Zinsen, Schwankungen, Preis: was Gold kann und was nicht

Vier Fragen, die wir oft hören, und unsere Antworten.

„Gold bringt doch keine Zinsen.“

Richtig. Gold muss auch niemandem etwas zurückzahlen, deshalb kann es nicht ausfallen. Und wo keine Zinsen sind, fällt auch keine Abgeltungsteuer an. Gold ist nicht Ihr Renditemotor, sondern Ihr Fundament: Es soll erhalten, was Sie aufgebaut haben.

„Gold schwankt doch auch.“

Ja. In Euro gerechnet schwankt der Goldpreis, manchmal deutlich. Über Jahrzehnte hat Gold seine Kaufkraft gehalten, Ihr Kontoguthaben nicht. Und wer per Sparplan kauft, macht die Schwankung zum Vorteil: In schwachen Monaten bekommt er mehr Gold für sein Geld.

„Ist Gold jetzt nicht zu teuer?“

Das weiß niemand, und wer es Ihnen sicher sagt, rät. Gold hatte auch schwache Jahre: 2013 verlor es in Euro rund 30 Prozent, und nach dem Rekord im Januar 2026 gab es rund ein Viertel nach. Deshalb kaufen viele in Raten per Sparplan und sehen Gold als Versicherung für ihr Vermögen, nicht als Wette.

„Wovon profitiert der Goldpreis?“

Vor allem von drei Entwicklungen.

  • Steigt die Inflation schneller als die Zinsen, verliert das Konto gegenüber Gold an Reiz.
  • Wächst die Unsicherheit an den Märkten oder in der Weltpolitik, suchen Anleger einen Wert, der von keinem Schuldner abhängt.
  • Und Notenbanken kaufen seit einigen Jahren Gold in großem Stil, um ihre Reserven unabhängiger vom US-Dollar zu machen.

Oft wird dabei nicht Gold teurer, sondern das Geld weniger wert.

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Geld ist ein Versprechen. Gold ist Eigentum.

J. P. Morgan, der mächtigste Kreditgeber seiner Zeit, wusste es 1912 schon.

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Quellen

  1. Eigene Rechnung: 3 % Zins abzüglich Abgeltungsteuer und Solidaritätszuschlag (zusammen 26,375 %, § 32d Abs. 1 EStG, § 4 SolZG) ergibt rund 2,21 %, abzüglich 3 % Inflation rund 0,8 %. Ohne Kirchensteuer, oberhalb des Sparer-Pauschbetrags. ↑ Zurück zum Text
  2. Incrementum AG, In Gold We Trust-Spezial „Gold/Wiesnbier-Ratio 2026“, 2026, S. 4, 5 und 7. ↑ Zurück zum Text
  3. Ronald-Peter Stöferle, Mark J. Valek, In Gold We Trust-Report 2026: Back to the Monetary Future, 20th Anniversary Edition, deutsche Gesamtausgabe, Sound Money Capital AG/Incrementum AG, 2026, S. 90 f., 101, 115, 142, 146 und 466 f. ↑ Zurück zum Text
  4. EU-Eigenkapitalverordnung (CRR), Art. 134 Abs. 4. ↑ Zurück zum Text
  5. Burton G. Malkiel, A Random Walk Down Wall Street, 13. Aufl., W. W. Norton, Kapitel „New Methods of Portfolio Construction“, Abschnitt „Risk Parity versus the Traditional 60/40 Portfolio“. ↑ Zurück zum Text
  6. Reuters, Reuters Global Markets Forum mit Mike Wilson (Morgan Stanley), 16.09.2025. ↑ Zurück zum Text
  7. Eigene Rechnung mit Werten aus Quelle 3: 5 % des weltweiten liquiden Anlagevermögens von rund 321 Bill. USD, davon 20 % in Gold, bei rund 4.200 USD je Unze; Minenförderung 2025: 3.672 Tonnen. ↑ Zurück zum Text
  8. Einkommensteuergesetz (EStG), § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 15.10.2026. ↑ Zurück zum Text
  9. Bundesministerium der Finanzen, Schreiben vom 09.04.2026, III C 3, S 7157-a/00005/001/052, S. 5, bundesfinanzministerium.de, abgerufen am 15.10.2026. ↑ Zurück zum Text
  10. Umsatzsteuergesetz (UStG), § 25c, gesetze-im-internet.de, abgerufen am 15.10.2026. ↑ Zurück zum Text